Reviews

Was gibt es schöneres als Videospiele, Filme und Serien? Genau, eine wundervolle Kritik, um in einer sehr meinungsprägenden Welt deine Meinung weiter zu beeinflussen.

 



Unrailed! – Kritik/Humor

Wolltest du schon immer deine Freunde anschreien und verfluchen, wie bei Mario Kart, warst aber immer traurig, wenn du nach drei Runden damit aufhören musstest. Dann habe ich die Lösung für dich: Unrailed, das Spiel in dem man mehr Schienen verlegt als die Deutsche Bahn und mehr Inkompetenz zeigt als alle deutschen Staatsbetriebe zusammen.

 

Unrailed ist ein von Indoor Astronaut entwickeltes und von Daedalic veröffentlichtes Co-op Spiel, in dem es das Ziel ist, eine Bahnstrecke für eine fahrende Lok zu bauen, also der Alltag der Deutschen Bahn nur ohne Pofalla Wende. Dazu müsst ihr mit mindestens zwei und maximal vier Leuten die Natur schänden und ausbeuten um die Rohstoffe für neue Gleise zu sammeln und dann eine Bahnstrecke zu dem nächsten Bahnhof zu verlegen ohne euch dabei mit dem Zug selber dauerhaft zu blockieren. Im Bahnhof angekommen könnt ihr mit auf dem Weg gesammelten Schrauben bessere Wagen kaufen, um die Natur noch besser zu schänden zum Beispiel mit Dynamit. Im Bahnhof könnt ihr euch auch eine neue Lok kaufen, um in neue Gebiete zu gelangen und das geht bis hin zur Hölle und darüber hinaus.

 

Allgemein lässt sich sagen, dass Unrailed ein super Spiel ist, um sich auf den Arbeitsalltag vorzubereiten, da nicht nur die Belastbarkeit unter Stress gesteigert wird, -Nein- in diesem Spiel lernt man auch wie man Konflikte herbeiführt, aussitzt und zum Eskalieren bringt, wie im Berufsalltag häufig von Nöten.


Star Wars Episode IX: Der Aufstieg Skywalkers – Kritik/Review (2019)

FSK: 12 Laufzeit: 143 min. Genre: Sci-Fi/Fantasy

 

J. J. Abrams, zu voriger Regisseur von Star Wars TFA*1, setzt nun der Skywalker Saga, mit TROS*2 aus dem Jahr 2019 veröffentlicht von Lucasfilm einer Disney Tochterfirma, ein Ende, nur bleibt die Frage ob es ein verdientes Ende ist. Fakt ist jedoch, dass TROS mit rund 175M US$ das bisher schwächste Startwochenende der sequel*3 Hauptfilme hingelegt hat. Der Film handelt in seinen gröbsten Zügen von der „Wiederauferstehung“ des Imperators und natürlich dessen erneuter Fall (Pun intended). 

Zu Anfang des Films erscheint der übliche Star Wars Opening-Crawl*4, der die notwendigen Informationen zum Verständnis des Films darlegt, nur bleibt es nicht dabei. Nicht nur wird die Rückkehr des Imperators im bereits erwähnten Opening-Crawl angesprochen, sondern dieser gibt dem Zuschauer ebenfalls Exposition*5. Und damit kommen wir auch schon zu einem der vielen, aber mit größten Schwächen des Films die Exposition, denn es wird alles von vorne bis hinten erklärt. Ob es nun ein bereits bekannter Charakter ist, ein Schiff oder nur eine Situation, sie bleibt nicht für sich stehend.

 

Ähnlich verhält es sich mit der Musik, die entlang des Films weder eine Entwicklung durchgeht noch die bereits eingeführten Leitmotive*6 aus TFA und TLJ*7, kreativ miteinander verknüpft. Es wird konstant krampfhaft versucht ein nostalgisches Gefühl beim Zuschauer durch bekannte Musik zu erwecken – beispielsweise lief das Force-Theme*8 rund neun mal im gesamten Film – als Folge eines leichten „Moneygrab“s*7 aus Seiten Disneys.

 

So wie die Musik keinen Platz für Interpretationen bietet ist auch die Handlung ein wackeliges Konstrukt aus guten Ideen, aber schlechten Verbindungen und mit ein wenig Verstand ist man der Handlung um Längen voraus. Allerdings waren viele der "besten" Momente eine Hommage an Szenen der original Trilogie und es fühlte sich an wie ein best of*9. Zudem springt die Handlung von Schauplatz zu Schauplatz und bietet kaum Zeit zum verweilen.

 

Jedoch möchte ich hier erwähnen, dass TROS vielleicht sogar das Beste war, was man hat machen können nach dem kontroversen Ende von TLJ, nur war das Beste eben nicht gut genug. 
 Es hat ein allumfassender Plan für die gesamte sequel Trilogie gefehlt, weshalb sich die drei Filme wie ein Flickenteppich anfühlen an dem nach und nach Stücke hinzugefügt und wieder abgenommen wurden. Gut zu erkennen ist dies zu dem Zeitpunkt an dem Luke als Machtgeist sein Lichtschwert auffängt, eine klare Anspielung an den Beginn von TLJ und ein Zeichen der Unübereinstimmung Abrams mit dem Werk Johnsons*10. 

 

Schlussendlich bleibt zu erwähnen, dass ich kein großer Sequel Bewunderer bin und genauso wenig oder viel mochte ich Kylo Ren, und Rey, dennoch finde ich die Lösung die in TROS gefunden wurde schlichtweg unterhaltend. Die Duett-Macht-Verbindung, die die Schicksale der mit mächtigsten Familien in Star Wars entscheidet, war ein riskanter Schritt der sich bezahlt gemacht hat. Jedem der an Star Wars Freude findet sei der Film trotz seiner schlechten Bewertung meinerseits ans Herz gelegt, da er den Vorlagen der original Trilogie folgt und einen mehr oder weniger, auch wenn nicht ganz vollständig und lückenhaften, runden Abschluss nach TLJ bietet.

 

Filmscore: 5/10

Genrescore: 7/10


*1 The Force Awakens: Das Erwachen der Macht – Episode VII

*2 The Rise of Skywalker: Der Aufstieg Skywalkers – Episode IX

*3 Nachfolgefilm mit gleichen Charakteren und ähnlicher Thematik

*4 textliche Einführung zu Anfang des Films durch kurze Exposition

*5 Einführung in Grundstimmung, Ausgangssituation, Konflikte, und Zustände, sowie Ort, Zeit, und Personen 

*6 Eine Person, Handlung oder Idee die musikalisch, charakteristisch wiedergegeben wird

*7 The Last Jedi: Die letzten Jedi – Episode VIII 

*8 Berühmtes Beispiel eines Leitmotivs, hier symbolisch für die Macht 

*9 Collage bester Momente 
 *10 Rian Johnson: Regisseur TLJ 

 Verfasst von: Maximilian S.


Blade Runner 2049 – Kritik/Review (2017)

FSK: 16 Laufzeit: 163 min. Genre: Sci-Fi/Drama

 

Denis Villeneuves „Blade Runner 2049“ aus dem Jahr 2017 veröffentlicht von Sony Pictures Entertainment, handelt von Officer K, dessen (gespielt von Ryan Gosling) Aufgabe es ist, die älteren Modelle in den „Ruhestand“ zu versetzen. Auf einer seiner Missionen findet er eine Truhe, deren Inhalt die gesamte Welt in Aufruhr versetzen und auch die letzten sozialen und politischen Strukturen zerschmettern könnte.

 

Zu Beginn des Films erscheint ein Textblock, der grundlegende Informationen des Universums gibt. Als Zuschauer taucht man tief in das Leben von K ein, hauptsächlich, um seinen Charakter zu erforschen. Der Film ähnelt einer Detektivstory. Das Plot-Coupon* hierbei sind Informationen über den Aufenthaltsort eines Kindes von Replikanten bzw. das Kind selbst.
 
 K, Kurzform für KD6-3:7, ist ein Officer des LAPD (Los Angeles Police Departements), um genauer zu sein ein Blade Runner, dessen Aufgabe es ist, Replikanten, synthetisch hergestellte Menschen mit übernatürlicher Kraft, in den „Ruhestand“ zu befördern.

Seine romantische Beziehung mit JOI (gespielt von Ana de Armas), einer auf Hologrammtechnik basierenden AI (Artificial Intelligence), ist eine kreative Lösung, um Ks Emotionen und seinen Moralkodex weiter zu verdeutlichen und eine tieferliegende Figur aus ihm zu machen.

 

Jedes kleinste Bild ist ein Gemälde. Von Silhouetten und kreativ gestalteten Szenenwechseln wird oftmals Gebrauch gemacht, um die düstere Stimmung der Umgebung perfekt einzufangen. 

Musikalisch braucht der Film sich ebenfalls nicht zu verstecken. Der geniale Score von Hans Zimmer unterstreicht die in den Szenen gezeigten Bilder. Auch wenn sehr dezent und kaum bemerkbar, beeinflusst dieser die Emotionen unterbewusst. 

 

Die Nebencharaktere verfolgen ihre eigenen klaren Ziele, von denen sie sich nicht abbringen lassen. Dazu haben einige dieser Nebencharaktere eine solch dominante Präsenz und wirken so einschüchternd, dass sie den anderen Charakteren die Aufmerksamkeit nehmen und die Angst als Motivation ausreicht. Exemplarisch sei hier Niander Wallace (gespielt von Jared Leto) genannt. 

 

Natürlich lebt eine solche Welt von CGI (Computer Generated Images), die sich in nur wenigen Szenen von realen Sets unterscheiden lässt. Die Gestaltung der Welt ist wunderschön dreckig. Die Menschen, die Straßen, die Fahrzeuge und Lebendig wirkt es, eben weil es nie perfekt und vollkommen ist. Und wenn es perfekt scheint, wirkt es fehl am Platz, künstlich, wie ein Versuch der Realität zu entfliehen. 

 

Die Action ist so brutal und spannungsgeladen, dass der Aufprall eines jeden Schlages zu spüren ist.

Negativ könnten einem die reichlichen Produktplatzierungen auffallen, die allerdings in einer dystopischen Zukunft ebenfalls nicht unauffällig wären. Werbung soll schließlich polarisieren.

 

Zusammengefasst ein Meisterwerk. Und ein ehrwürdiger Nachfolger des ersten Blade Runner aus dem Jahr 1982. 

 

Filmscore: 9/10

Genrescore: 10/10

 

*Plot-Coupon: Ein Gegenstand, der von allen Parteien begehrt wird und allgegenwärtig präsent ist 

Verfasst von: Maximilian S.


The Vampire Diaries – Review/Kritik Staffel 1, Folge 1 (2009)

FSK: 16 Laufzeit: 42min. „Liebes Tagebuch“- Folge 1

 

In der ersten Folge der Erfolgsserie „The Vampire Diaries“ basierend auf der gleichnamigen Buchserie von L.J. Smith, produziert von Warner Bros. Television, geht es um Elena (gespielt von Nina Dobrev), welche, nach dem tragischen Verlust ihrer Eltern, erneut versuchen muss, ihr Leben in den Griff zubekommen, jedoch hat sie nicht mit Stefan (gespielt von Paul Wesley) gerechnet, welcher ein dunkles Geheimnis vor ihr verbirgt.

 

Die Handlung der Folge ist simpel gestaltet, um einen vereinfachten Einstieg in die Serie zu ermöglichen. Auch liegt das Augenmerk auf der Einführung der Figuren anstatt wie gewöhnlich auf dem übergreifenden Plot, eine erfrischende Abwechslung, wobei natürlich die Richtung, die die Handlung nehmen wird, offensichtlich ist. Statt den Fokus der ersten Folge auf Elena zu legen, um ihren Charakter zu erkunden und um sich in sie hineinversetzten zu können oder zumindest eine Mehrheit der Folge mit ihren Emotionen zu verweilen, springt die Folge von Charaktereinführung zu Charaktereinführung.

 

Musikalisch besteht ein Großteil der Folge aus Popsongs, die bei nur einigen wenigen Gelegenheiten dem Screenplay komplimentierten können. Der restliche Score bestand aus kurzen Kompositionen einfacher Töne, die jedoch nicht aufdringlich wirkten ohne ihre Prägnanz zu verlieren.

Das Medium Bild wurde weder kreativ genutzt noch zur Gänze verstanden. Eine elegantere Lösung, für die Massen an Dialog, wäre das Zeigen von Inhalt gewesen anstatt es zu erzählen.


Der große Schwachpunkt, neben den misslungenen Spezialeffekten, waren die weinerlichen Nebencharaktere, die mit ihren irrationalen Entscheidungen die grundlegende Handlung vorantreiben mussten. Sie wirken aufgrund dieser Tatsache künstlich gestaltet und stechen unangenehm heraus.

 

Positiv aufgefallen ist, dass die Protagonisten mehrere Konflikte haben, die ihre Persönlichkeit unterstreichen, z.B. die fehlende Zugehörigkeit Stefans oder der Familienkonflikt mit seinen Brüdern. Aber auch Elenas Verlust ihrer Bezugspersonen. Ebenfalls wird der Konflikt der Serie geschaffen: Die Existenz von Vampiren.

Der große Mehrwert der Serie liegt wohl in den Dialogen zwischen Elena und Stefan die, anders als der Rest der Dialoge, größtenteils gut geschrieben sind. 

Symbolisch hat die Folge jedoch einiges zu bieten. Hier sei als Beispiel das Übertreten der Türschwelle genannt, das für Akzeptanz steht und damit auch zu einer einstweiligen Lösung für Stefans Zugehörigkeitskonflikt wird. Oder das Auftreten des Todes in Form von Damon (gespielt von Ian Somerhalder), Stefans Bruder. 

 

Sollte man auf ein musikalisches und visuelles Meisterwerk hoffen, so wird man hier enttäuscht.

Möchte man sich jedoch bloß berieseln lassen mit einer zufriedenstellenden Geschichte eines Mädchens, wie es sich in einen Vampir verliebt und kann die Nebencharaktere sowie die Kampfszenen vernachlässigen, so wird diese Serie viel Spaß machen. 

 

Film-/Serienscore: 3,5/10

 

Genrescore: 7/10

 

 

Verfasst von: Maximilian S.


Total War Three Kingdoms

Wolltest du schon immer zur Zeit des letzten Kaisers der Han-Dynastie in China die Macht über alles an dich reißen und dabei nichts über die chinesische Geschichte lernen, dafür aber einen Haufen Namen falsch aussprechen? Nein. Egal, denn du liest dir das jetzt durch!

 

Das von Sega im Jahre 2019 veröffentlichte Spiel ist der 13. Ableger der Total War-Reihe, auf welche jedoch nicht weiter eingegangen wird, da es dem Autor an Kenntnis zu dieser Spielereihe fehlt.

 

Kommen wir nun zu dem Teil des Artikels, der dich interessiert, wenn du nicht gezwungen wirst, das hier zu lesen, dem Spiel. Bei erstmaligem Start des Spieles fällt auf, dass normale Computer wie zum Beispiel meiner eine große Freude daran haben, dieses Spiel dem Sprachfluss von König Georg dem IV. anzupassen, während die Kühlung versucht, einen Hochoffen zu imitieren. Nachdem man diese Probleme, durch das Herunterprügeln der Grafikeinstellungen auf das absolute Minimum, behoben hat, kann man dann auch das eigentliche Spiel spielen.

 

Hierbei hast du die Auswahl zwischen dem Gefechtsmodus, welcher eigentlich nur den militärisch strategischen Teil des Spieles beinhaltet, und dem Kampagnenmodus, welcher zusätzlich dazu noch wirtschaftliche, politische und forschungstechnische Aspekte in das Spiel einbringt. Wenn du dich für den Kampagnenmodus entscheidest, hast du die Wahl zwischen 14 verschiedenen Anführern, mit denen du das Spiel bestreiten kannst, wobei sich das Spielerlebnis durch die Wahl verschiedener Anführer mal mehr und mal weniger verändert.

 

Nachdem du die Wahl des Anführers getroffen hast, findest du dich nach einer kurzen Einweisung auf einem kleinen Stück Land wieder, welches du mit einer kleinen Armee verwaltest, und du kannst alles machen, was du als Anführer einer Dynastie im 2.Jh n.Chr. so machst, wenn um dich herum niemand die Kontrolle hat und du gerne die Kontrolle hättest. Also zieh los, um durch Diplomatie und Krieg ganz China zu erobern. Aber pass auf, dass du nicht dein Volk hungern lässt oder deine Generäle unglücklich werden, es sei denn du willst die Französische Revolution mit mehr Chaos und keiner Demokratie haben, dann lass dein Volk Staub essen und deine Generäle im Staub liegen.

 

Sollte es jetzt aber zu dem unwahrscheinlichen Fall kommen, dass deine Generäle dir in den Tod folgen würden und du genug zu essen hast, um ganz China zu mästen, keine Sorge. Du kannst auch die Steuern erhöhen, denn dann mag dich auch niemand mehr.

 

Abschließend lässt sich zu dem Total War Three Kingdoms sagen, dass es ein must have für jeden Strategie- und Wirtschaftsspielefreund ist. Es bietet jedoch keinen guten Einstig in dieses Genre.