Interviews zum Thema „Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen“ 

 

Bist du Ausländer oder Deutscher? Dies könnte eine der Fragen sein, mit denen Fußballprofis wie Mesut Özil oder Ilkay Gündogan im Moment konfrontiert werden. Wir haben dazu Schüler und Lehrkräfte unserer Schule interviewt um herauszufinden, wie weit wir in Deutschland mit der Integration sind.

 

Person 1: Schüler 

Person 2: Schüler 

Person 3: Deutschlehrer

 

Woher kommst du?

P1: Deutschland

P2: Russland

P3: Deutschland mit griechischen Wurzeln

 

Wie lange lebst du schon in Deutschland?

P1: 18 Jahre (ganzes Leben)

P2: 6 Jahre

P3: mein ganzes Leben (etwa 40 Jahre)

 

Warum lebst du in Deutschland?

P1: Hochentwickeltes Land, das viele Möglichkeiten bietet

P2: Gute Bildung und medizinische Versorgung; faire Gesetze

P3: Geburtsland und Heimatgefühle (Verbindung)

 

Welche Haltung hast du zu Deutschland?

P1: Viele schätzen den deutschen Standard nicht, dies ist traurig.

P2: neutral bis positiv

P3: Wohlgefühl; gute Strukturen und Sozialsystem

 

Was empfindest du für dein Heimatland? (Landesstolz)

P1: Ich habe immer eine Gänsehaut, wenn bei Fußballspielen die deutsche Nationalhymne läuft.

P2: Zu Volk und Traditionen fühle ich mich verbunden; zur Politik habe ich keine Beziehung.

P3: Ich fühle mich mit Deutschland verbunden und könnte das Land nicht verlassen.

 

Was sagst du/sagen Sie zu Terroristen und kannst du/können Sie ihre Intentionen irgendwie nachvollziehen?

P1: Terroristen tun mir leid und die Religion wird oftmals falsch verstanden.

P2: Ich kann mir nicht erklären, warum sie dies tun. Wenn es dabei um die Religion geht, kann ich es nicht nachvollziehen. Wenn mehr dahinter steckt, zum Beispiel wenn sie sich wehren müssen, ist es eher nachvollziehbar.

P3: In keinster Weise und es stellt auch keine Lösung dar

 

Was denkst du/denken Sie über die Unterschiede zwischen den Kulturen? Sind sie vereinbar?

P1: Alle müssten offener sein.

P2: Nein, denn es braucht zu lange, sie zu vereinen.

P3: Jede Kultur hat ihre Daseinsberechtigung; Globalisierung hilft und prinzipiell ist das kein Konfliktpunkt.

 

Warum glaubst du/glauben Sie ist die AfD so erfolgreich?

P1: Unzufriedenheit und sie suchen Schuldige

P2: Aufgrund von globaler Ungleichheit in der Wirtschaft

P3: Politisches Unverständnis; keine Hinterfragung der Partei; Protestwähler

 

Kannst du/können Sie diese Haltung in irgendeiner Weise nachvollziehen oder/und akzeptieren?

P1: Ich kann die Wähler nicht verstehen.

P2: Ja, wegen Zweifeln an Sicherheit

P3: Ich verstehe die Intention, aber kann sie nicht akzeptieren.

 

Wie gehst du/gehen Sie mit solchen Menschen um?

P1: Austausch zwischen den Kulturen

P2: Wenig beachten

P3: Das Gespräch suchen und sensibilisieren

 

Wie weit darf die Meinungsfreiheit deiner/Ihrer Meinung nach gehen?

P1: /

P2: Verschiedene politische Ansichten müssen akzeptiert werden.

P3: Sie darf nicht beleidigend sein.

 

Wie gut werden Ausländer deiner/Ihrer Meinung nach in der Schule integriert bzw. wie kann man sie besser integrieren?

P1: Integration durch Sportprogramme

P2: Für mich war es schwierig, aber leichter als ich dachte. Die Sprache lernte ich schnell und gut, nur kulturell habe ich noch Probleme.

P3: Schon relativ gut gefördert; mehr Unterstützung in unserem Schulsystem eventuell nicht möglich

 

Wie seht ihr das? Wie ist eure Ansicht? Was kann jeder von uns machen, um Menschen besser zu integrieren und eine gute Gesellschaft aufzubauen?

 

Schickt uns eure Meinung einfach zu!

 

Stefan und Florian (Stufe 12)

09.07.2018 


Gehört der Islam zu Deutschland?

 

Der Satz "Der Islam gehört zu Deutschland" war durch den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff und seine Rede zur Deutschen Einheit im Jahr 2010 bekannt geworden und hat seitdem immer wieder zu Diskussionen geführt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihn mehrfach und ausdrücklich unterstützt.

 

Bundesinnenminister Horst Seehofer kündigte kürzlich an, erneut Islamkonferenzen einberufen zu wollen, um die Probleme der Integration von Muslimen in Deutschland zu diskutieren. Das sei ihm wichtig. "Wir müssen uns mit den muslimischen Verbänden an einen Tisch setzen und den Dialog suchen und da, wo nötig, noch ausbauen", sagte Seehofer.

 

Später verkündete er, Deutschland sei durch das Christentum geprägt, dazu gehörten der freie Sonntag, kirchliche Feiertage und Rituale wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Diese Äußerungen gipfelten in dem Satz: "Nein. Der Islam gehört nicht zu Deutschland."

 

Dieses in der Presse viel Wirbel auslösende Thema hat uns gepackt, woraufhin wir beschlossen haben, in unserer Umgebung eine Befragung durchführen um herauszufinden, was unsere Mitmenschen über diese Debatte denken. Wir interviewten Leute in der Innenstadt, Stolberg und Brand.

 

Aachen-Innenstadt

BrandNews: Wie schon eben erwähnt wurde durch den Innenminister Horst Seehofer die Debatte eröffnet. Wir wollten Sie fragen, ob Sie sich dadurch diskriminiert fühlen.

Passant: Ich gehöre selber nicht der islamischen Religion an. Ich habe jedoch sehr viele Freunde, die Moslems sind. Horst Seehofers Begründung, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre, ist meines Erachtens völliger Schwachsinn. Deutschland ist von Moscheen geprägt, außerdem auch von sehr vielen Muslimen. Deshalb finde ich, dass es notwendig ist, solch eine Aussage zurückzuziehen.

BrandNews: In der Fernsehersendung „hart aber fair“ hat die Schauspielerin Enissa Amani kritisiert, dass solch eine Aussage die Gesellschaft spaltet. Sind Sie derselben Meinung?

Passant: Ja! Sie hat Recht, Horst Seehofer ist ein Politiker, somit auch ein Vorbild bzw. eine Person, die Autorität besitzt. Die Gesellschaft, also auch die Menschen, die einer anderen Religion angehören, würden diese Aussage befolgen. Die hier lebenden Muslime würden sich dadurch von ihren Mitbürgern diskriminiert fühlen, wie ich vorhin erwähnt habe. Das sind sehr wichtige Faktoren, die das Zusammenleben stark beeinträchtigen.

 

Stolberg

BrandNews: Fühlen Sie sich durch die Aussage von Horst Seehofer diskriminiert?

Passant: Ich fühle mich nicht direkt angegriffen, da es eine Meinung von einem Politiker ist. Die Aussage hat selbstverständlich Auswirkungen. Das Klima wird dadurch brisant verschlechtert. Wir leben in diesem Land gemeinsam mit unterschiedlichen Werten, jeder hat eine Religion, die er selber praktiziert. Wir sind alle für ein gutes Zusammenleben verantwortlich. Es gibt immer wieder Aspekte, wodurch sich Personen angegriffen fühlen. Man kann diese Aussage nicht generalisieren, es gibt überall schwarze Schafe.

BrandNews: Finden Sie, dass Horst Seehofer diese Aussage zurücknehmen muss und sich bei den hier lebenden Muslimen entschuldigen muss?

Passant: Ein Rücktritt wäre zu übertrieben, eine Entschuldigung wäre natürlich sehr lobenswert. Wenn der Islam nicht zu Deutschland gehören würde und alle Politiker derselben Meinung wären, würde der NRW-Ministerpräsident nicht zur Moschee-Eröffnung am 12.05. kommen.

 

Brand

BrandNews: Gehört der Islam zu Deutschland?

Passant: Nein, der Islam gehört keineswegs zu Deutschland. Der Terrorismus, die Gewaltausprägung in diesem Glauben sind zu großflächig. Wenn wir uns die ganzen Terroranschläge anschauen, alle nur ISLAMISTEN ISLAMISTEN ISLAMISTEN.

BrandNews: Das können Sie doch bestimmt nicht für alle sagen, es gibt immer in jeder Religion und in jeder Nationalität schwarze Schafe, oder widersprechen Sie?

Passant: Ja ja, das sagen sie alle. Der Islam gehört nicht zu Deutschland. Ich bin nicht gegen diese Religion, aber sie gehört nicht in diese Kultur, in die deutschen Werte. Man sollte auch den Moschee-Bau konstruktiv verbieten. Die Gelder, die man für diese teuren Bauten investiert, könnte man in die Bildung unserer Kinder stecken.

BrandNews: Es ist Ihre Meinung, die akzeptieren wir natürlich. Moscheen werden aber nicht vom Staat finanziell unterstützt. Die Yunus Emre Moschee in Aachen an der Stolberger Straße wurde z.B. ausschließlich durch Spenden und Eigeninitiative der Gemeinde organisiert.

 

Christos, Yunus, Tugce und Eleni (Stufe 12)

14.05.2018


Karlspreis 2018

 

Am kommenden Donnerstag, dem 10.Mai 2018, findet wie jedes Jahr die Verleihung des Karlspreises im Aachener Rathaus statt. Der diesjährige Preisträger ist der französische Staatspräsident Emmanuel Macron. Um euch auf das bevorstehende Ereignis, an dem auch Angela Merkel teilnehmen wird, entsprechend vorzubereiten, werde ich euch kurz das Konzept und einige Preisträger des Karlspreises vorstellen.

 

Warum wurde der Karlspreis nach einem Kaiser aus dem 8./9. Jahrhundert benannt?

Der Name Karlspreis leitet sich von Karl dem Großen ab. Aber warum wurde der Preis nach einem Kaiser aus dem 8./9. Jahrhundert benannt? Hier ist es wichtig zu erwähnen, wofür der Karlspreis verliehen wird. Er zielt darauf ab, Menschen aus dem öffentlichen Leben, wie z.B. Politiker, welche sich um Europa und dessen Entwicklung bemühen, auszuzeichnen. Während seines Lebens wurde Karl der Große auch als ,,Vater Europas´´ bezeichnet, was eine direkte Verbindung zum Preis herstellt.

 

In welcher Form wird der Karlspreis vergeben? 

Die Preisträger erhalten eine Urkunde, welche von den Mitgliedern des Karlspreisdirektoriums unterschrieben ist, und eine Medaille. Bis 2007 gab es zusätzlich noch 5000 €, welche seitdem in den Karlspreis der Jugend eingehen.

 

Welche bekannten Personen sind Karlspreisträger? 

Namen, die euch etwas sagen könnten, sind unter anderem Bill Clinton (42. Präsident der USA), Wolfgang Schäuble und auch Martin Schulz. Letzterer wurde für die Stärkung der Bürger Europas ausgezeichnet. Der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Junker, erhielt im Jahre 2006 die Auszeichnung. Auch Deutschlands amtierende Bundeskanzlerin wurde 2008 mit dem Karlspreis ausgezeichnet. Im Jahre 2004 wurde Papst Johannes II. zum Karlspreisträger, was im Rückblick auf die vorherigen Preisträger eine Besonderheit war. Für Aufsehen sorgte auch die Auszeichnung des Euro im Jahre 2002, welcher für die Identifikation Europas ausgezeichent wurde.

 

Wenn ihr jetzt neugierig auf den Karlspreis geworden seid, dann könnt ihr euch am Donnerstag, dem 10.Mai 2018, die Preisverleihung durch eine Live- Übertragung am Aachener Markt sowie später am Katschhof in Aachen angucken. 

 

Quelle und weitere Infos: http://www.karlspreis.de/de/aktuelles/karlspreis-2018

 

Jona (Stufe 12) 

07.05.2018


Die neue Bundesregierung

 

Angela Merkel (CDU), Bundeskanzlerin
Zum 4ten Mal tritt die gebürtige Hamburgerin als Kanzlerin ihr Amt an.
Sollte sie ihre volle Amtszeit durchmachen würde sie an Dienstjahren mit Helmut Kohl (CDU) gleichziehen.

 

 

Helge Braun (CDU), Chef des Kanzleramts
Der Narkosearzt aus Hessen hat sich vor allem in der Flüchtlingskrise bewährt.

 

 

Olaf Scholz (SPD), Finanzminister und Vizekanzler
Der kommissarische SPD-Vorsitzende und Regierungschef Hamburgs war bereits Arbeitsminister in der rot-grünen Bundesregierung von 2007 bis 2009.

 

 

Katarina Barley (SPD), Justizministerin
Die ehemalige Familienministerin hat zuvor schon als Anwältin und Richterin gearbeitet und war Mitarbeiterin am Verfassungsgericht.

 

 

Hubertus Heil (SPD), Minister für Arbeit und Soziales
Der zweimalige SPD-Generalsekretär steht für „einen gesetzlichen Mindestlohn, von dem man leben kann“.

 

 

Andreas Scheuer (CSU), Minister für Verkehr und Infrastruktur
Der Ex-Generalsekretär der CSU war von 2009 bis 2013 bereits Staatssekretär.
Fahrverbote für relativ saubere Dieselautos lehnt er ab.

 

 

Heiko Maas (SPD), Außenminister
Der bisherige Justizminister hat kaum Außenpolitische Erfahrungen.
Wehrt sich stark gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus.

 

 

Ursula von der Leyen (CDU), Verteidigungsministerin
Skandale um Ausrüstungsmängel, rechtsradikale Soldaten und Machtmissbrauch belasteten in Vergangenheit die langjährige Verteidigungsministerin.

 

 

Peter Altmaier (CDU), Minister für Wirtschaft und Energie
Der einstige Kanzleramtschef will den Verlust des Finanzressorts für die CDU etwas verringern. Er gilt als treuer Begleiter der Kanzlerin und wird sich mit der Energiewende befassen.

 

 

Horst Seehofer (CSU), Innen-,Bau- und Heimatminister
Der Ministerpräsident Bayerns seit 10 Jahren war schon Minister für Gesundheit (1992-1998) und Agrar (2005-2008). Aufsehen erregte der neue Innenminister mit seiner Aussage im März 2018, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre.

 

 

Jens Spahn (CDU), Gesundheitsminister
Der Merkelkritiker steht für eine neue Generation der CDU und die konservative Ausrichtung der Partei. Auch Jens Spahn erntete starke Kritik nach seiner Aussage im März 2018, dass der Hartz 4 Satz deutlich ausreichen würde. Die Bevölkerung kritisiert dies, da er selbst als Vielverdiener die Situation nicht nachvollziehen könne.

 

 

Julia Klöckner (CDU), Ministerin für Ernährung und Landwirtschaft
Die CDU-Vizechefin war als Bundestagsabgeordnete bereits 2009 bis 2011 in diesem Bereich Parlamentarische Staatssekretärin.

 

 

Anja Karliczek (CDU), Ministerin für Bildung und Forschung
Die einstige Hotelmanagerin ist erst seit 2013 im Bundestag und ist weitgehend unbekannt. Nach Merkel soll sie ein „großes Herz für die Wissenschaft“ haben.

 

 

Franziska Giffey (SPD), Familienministerin
Die bisherige Bürgermeisterin des Berliner Bezirks Neukölln wuchs in der DDR auf, weshalb ihr auch das Thema Integration sehr wichtig ist.

 

 

Gerd Müller (CSU), Minister für Entwicklung
Der, schon vorherige, Minister für Entwicklung setzt sich insbesondere für die Bekämpfung von Fluchtursachen ein.

 

 

Svenja Schulze (SPD), Ministerin für Umwelt
Die SPD-Generalsekretärin für NRW wechselt nach 20 Jahren Landespolitik nach Berlin

 

Stefan und Florian (Stufe 12)

10.10.2018

Bild: pixabay


Satire - Informationsmedium oder Gefahr für die Gesellschaft?

Das Thema Satire ist in unserer heutigen Gesellschaft weit verbreitet und durchaus viel diskutiert und beliebt.Das Wort Satire leitet sich aus dem lateinischen Wort Satira ab, welches so viel wie „eine bunte Mischung“ bedeutet. Unter Satire versteht man eine verhöhnende Kritik an Personen, Aktionen oder Gruppierungen, die hauptsächlich durch Übertreibungen geprägt wird. Man findet sie  unter anderem in Comics oder Zeitungen, Sendungen oder Shows, Aufführungen, Karikaturen oder Hörfunkbeiträgen. Sie wird als Kunstgattung angesehen und spricht Kritik aus, die man normalerweise nicht zu denken wagt.

 

Ein bekanntes Comic-Magazin ist zum Beispiel „Ruthe.de“ (siehe unten). Jedoch hat die seriöse Zeitschrift FAZ ebenfalls einen Comic-Bereich mit satirischen Karikaturen, die aktuelle Geschehnisse und Themen beleuchten. Ebenso enthalten Songs wie „Du bist schön“ von Aligatoah oder „American Idiot“ von Greenday politische Botschaften an den Zuhörer, die anhand von satirischen Songpassagen deutlich werden.

 

Dennoch ist das Hauptmedium der Satire das Fernsehen. In Amerika beispielsweise wird Donald Trump aktuell in mehreren Comedy Shows satirisch dargestellt, wie unter anderem von Komödiant Anthony Atamanuik. In Deutschland werden wir mit Satireshows wie dem „Neo Magazin Royale“ oder der „Heute-Show“ unterhalten. Die Sendungen befassen sich überwiegend mit Politik, greifen aber auch andere Themen wie Sport oder Wirtschaft auf.

 

Mit über vier Millionen Zuschauern pro Sendung erheitert die Heute Show einen Großteil der Fernsehgucker am Freitagabend.

Dabei nehmen Oliver Welke und seine Crew keine Rücksicht auf andere und nehmen kein Blatt vor den Mund, was uns zu der Frage bringt, welche Gefahren die Sendung mit sich bringt und wie weit man bei Satire gehen darf.

 

Harmlos erscheint die Heute Show als Unterhaltungsshow, jedoch wenn Menschen sie als Nachrichtenmedium nutzen, erscheint die Satiresendung als Manipulationsmittel. Hierbei können dann falsche News oder Witze über Personen als wahr vernommen werden.

Zu diesem Thema äußerte sich ebenfalls der freie Blogger und Werkstudent bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Bereich Social Media, Frederic Servatius, der auf seiner eigenen Seite namens „Weicher Tobak“ seine Sichtweise darstellt. (siehe Link unten)

Hier gibt er Beispiele der Heute Show wieder, in denen Moderator Oliver Welke dem Zuschauer falsche Informationen übermittelt. Auch wenn die Sendung im Prinzip scherzhafte Absichten hat, können falsch verstandene Inhalte bei den Fernsehkonsumenten eine falsche Wirklichkeit schaffen.

 

Ebenso weist Servatius auf die Mehrdeutigkeit der Witze hin. Dazu gibt er ein Beispiel, in dem Komödiant Serdar Somuncu zum Thema “Glyphosat in Döner“ den CSU-Politiker Christian Schmidt als „Minister für Steckrüben und Kuhscheiße“ bezeichnet.

Hier macht die Heute Show dem Anschein nach wie üblich einen Witz auf die Kosten eines Politikers. Was sie allerdings nicht bedenkt, ist, dass sie mit diesem Scherz in erster Linie alle Landwirte in Deutschland beleidigt. Hier sieht man wieder, wieso die Heute Show ein Gefahrpotential für die Gesellschaft darstellt und wie schnell Dinge falsch interpretiert werden können. Anschließend verweist Servatius auf die Aussage von Bernd Gäbler, der zu seiner Studie „Quatsch oder Aufklärung“ zu dem Ergebnis gekommen ist, „dass Satire-Sendungen den Nachrichtenkonsum nicht ersetzen können.“ (siehe Link unten)

 

In der Tat nutzen Menschen die Satire-Sendung, um sich über die aktuellen Geschehnisse in der Politik und in der Welt zu informieren. Die Gefahr ist die schon oben genannte Mehrdeutigkeit der Aussagen der Komödianten wie auch die enorme Konzentration auf nur einzelne Personen oder Parteien. Somit entwickelt sich eine harmlos erscheinende Satire-Sendung zu einem machtvollen Medium.

 

Man sollte indessen beachten, dass es unzählige Ansichten dazu gibt, was die Satire darf und was sie nicht darf. Dabei sollte der Aspekt der Pressefreiheit nicht vernachlässigt, aber auch die Grenze der Beleidigung beachtet werden. Wir teilen Servatius Stellungnahme, dass mit einem derart großen Einfluss auf die Gesellschaft eine große Verantwortung einhergeht, deren die Heute Show sich bewusst sein sollte, und würden uns wünschen, wenn dieser Artikel euer Bewusstsein dafür schärft.

 

Quellen:

http://ruthe.de/

Artikel von Herrn Servatius: http://www.weicher-tobak.de/2017/12/warum-die-heute-show-gefaehrlicher-ist-als-die-bild-zeitung/

Kommentar von Herrn Gäbler: https://www.otto-brenner-stiftung.de/otto-brenner-stiftung/aktuelles/quatsch-oder-aufklaerung.html

 

Stefan & Florian (Stufe 12)

12.03.2018

Bild: pixabay


USA: Waffengesetz ändern = Schülerleben retten?

 

Nach dem Amoklauf an einer Schule in Florida mit 17 Toten im Februar hat der Angreifer die Tat gestanden. Wie aus einem Polizeibericht hervorging, räumte der 19-jährige Nikolas C. ein, das Schulgelände mit einem Schnellfeuergewehr betreten und auf Schülerinnen und Schüler geschossen zu haben.

 

Details zu der Tat findet ihr hier.

 

Wir haben ein paar Schüler zu diesem brisanten Thema befragt.

 

Fragen

 

1. Wie findet ihr die jetzige Situation in den USA?

2. Inwieweit sollte man das Waffengesetz verschärfen?

3. Wie könnte man solche Taten verhindern?

4. Wie sollte man mit den Amokläufern umgehen?

 

Antworten

 

1. Schüler 

1. Die Situation ist angespannt.

2. Man sollte eine strengere Waffenordnung haben und diese strikt verfolgen, wem man Waffen aushändigt.

3. Man man gezielte Kontrollen durchführen, bevor man Waffen aushändigt.

4. Man sollte Amokläufer lebenslänglich bestrafen.

 

2. Schüler

1. Die Situation ist schrecklich.

2. Das Waffengesetz sollte begrenzt sein.

3. Gar nicht erst Waffen verkaufen.

4. Man sollte die Amokläufer mit der Todesstrafe verurteilen.

 

3. Schüler

1. Die Situation ist traurig.

2. Ich weiß nichts über das Waffengesetz.

3. Menschen, die schon vor solchen Taten z.B. Tiere getötet haben oder mit ähnlichen Delikten aufgefallen sind, keine Waffen aushändigen und sie behandeln.

4. Man sollte die Amokläufer mit der Todesstrafe verurteilen.

 

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/usa-traurige-statistik-zu-waffengewalt-an-schulen-a-1193644.html

 

Christos, Yunus, Eleni und Tugce (Stufe 12)

26.02.2018


Die Trump-Jerusalem-Krise: Präsidiale Entscheidung verschärft Nahost-Konflikt

Nachdem der amerikanische Präsident Donald Trump Jerusalem offiziell als Hauptstadt Israels anerkannt hat, brachte dies eine Krise auf der ganzen Welt mit sich. Welche Auswirkungen und Gründe dies hat, lest ihr im folgenden Artikel.

 

Die offizielle Hauptstadt Israels ist laut den Vereinten Nationen und der Mehrheit ihrer Mitgliedstaaten Tel Aviv, wo sich auch die meisten Botschaften anderer Länder befinden. Jerusalem gilt seit der Zeit der Besetzung der Stadt von Israel in 1967 als „ewige, unteilbare Hauptstadt“. Jedoch gilt das Jerusalemgesetz, das besagt, dass Jerusalem die Hauptstadt Israels ist und dass die Stadt der Sitz der Regierung ist.

 

Jerusalem ist seit Jahrzehnten das Zentrum des sogenannten Nahost-Konflikts. Dieser Konflikt betrifft zum Einen die Juden und zum anderen die Palästinenser. Israel ist das heilige Land für Juden, andererseits ist es auch die Heimat für die muslimischen Palästinenser. Aufgrund dessen entstand ein Konflikt um das Land Israel. Dabei wurden die Palästinenser von den muslimischen Nachbarstaaten im Kampf unterstützt.

 

Aufgrund dieses Konfliktes beschloss die Uno im Jahre 1947, das Gebiet zwischen den beiden Gruppierungen zu teilen. Dies ist der sogenannte Teilungsplan. Dabei hat die jüdische Bevölkerung den größten Teil Israels anerkannt bekommen, während die Palästinenser bis heute keinen eigenen Staat haben, sondern nur kleine Teile: Westjordanien und den Gazastreifen.

 

Obwohl die Israeliten die meiste Fläche haben, unterdrücken sie die Palästinenser und bauen Häuser in ihre Gebiete, was von der UNO stark kritisiert wird. Im Gegenzug verübt die muslimische Terrorgruppe Hamas zahlreiche Anschläge, von denen oftmals berichtet wurde und die immer noch Thema sind. Hinzu kommen zwei große Volksaufstände in den Jahren 1987 und 2000, die jedoch ohne Ergebnis blieben, die sogenannten Intifada. Letzten Endes scheint der Frieden unmöglich. Demzufolge ist es vorauszusehen, dass die Ernennung des geteilten Jerusalems zur Hauptstadt Israels für sehr viel Aufruhr sorgen wird.

 

Die Verlegung der US-Amerikanischen Botschaft nach Jerusalem sowie die Anerkennung als Hauptstadt Israels waren einst ein Wahlversprechen von US-Präsident Donald Trump. Trump sagte Medienberichten zufolge, dass die Gründe hierfür sowohl "historisch" als auch "modern" seien.

 

Diese Handlungen haben zahlreiche Proteste verursacht. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Protest in der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Dort demonstrierten am 17.12.2017 über 80.000 Menschen gegen die Jerusalem-Entscheidung des US-Präsidenten.

 

Trumps Aktion hat darüber hinaus gewalttätige Ausschreitungen und diplomatische Konsequenzen für den Staat Israel zur Folge. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat beispielsweise alle diplomatischen Beziehungen zu Israel abgebrochen, ebenso wie einige andere arabische Staaten.

 

Die UN hat für eine Resolution gestimmt, welche beinhaltet, dass Jerusalem nicht die Hauptstadt Israels sei, und fordert die US-Regierung auf, die Anerkennung als Hauptstadt zu widerrufen. Mehrere arabische Staaten stellen sich wiederrum an die Seite Trumps und unterstützen seinen Beschluss.

 

Insgesamt könnte die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch Trump einige schwerwiegende Konsequenzen haben. Wir denken, dass Trumps Aktion unverantwortlich ist und weiterhin immensen Unfrieden stiften wird. Wir halten euch auf dem Laufenden.

 

Luis, Stefan und Florian (Stufe 12)

19.02.2018

Bild: pixabay 


Interviews zu den Bundestagswahlen 2017

Am 24.09.2017 standen die Bundestagswahlen an. Die AFD wurde drittstärkste Kraft und zog mit 12,6 % in den Bundestag ein. Die CDU und SPD zogen auch in den Bundestag ein, jedoch verloren sie Stimmen an die kleineren Parteien (Linke, Grüne, FDP). Unter anderem profitierte die AFD von diesen Verlusten.

 

Wir als Reporter der Schülerzeitung befassten uns mit diesem Thema und führten ein Interview an unserer Schule mit Lehrern und Schülern durch und fragten, was sie denn davon halten, dass die AFD in den Bundestag einzog und dass Angela Merkel zum vierten Mal Bundeskanzlerin wird. Außerdem wollten wir wissen, was sich ihrer Meinung nach in der Bundesregierung ändern würde, falls die AFD die stärkste Partei wäre.

 

Es war überhaupt nicht leicht, Lehrer zu diesem Thema zu befragen, da die Mehrheit sich nicht dazu äußern wollte, weil sie die Pflicht haben, neutral zu bleiben, um Schüler mit ihrer Meinung nicht zu beeinflussen. Die Lehrer, die mit uns trotzdem ein Interview durchgeführt haben, wollten anonym bleiben.

 

1. Lehrkraft

BrandNews: Was denken Sie über den Einzug der AFD in den Bundestag?

L1: Es ist schockierend, weil sie keine politischen Erfahrungen haben.

BrandNews: Wie finden Sie es, dass Angela Merkel zum vierten Mal Bundeskanzlerin werden wird?

L1: Es ist nicht schlimm, da Sie viel Erfahrung in der Politik hat.

BrandNews: Was würden Sie darüber denken, wenn die AFD die stärkste Partei wäre, und was würde sich ändern?

L1: Ausländische Personen hätten keinen Vorteil. Die Gesellschaft würde sich verändern, da ein härteres Klima herrschen würde (Gewalt).

 

2. Lehrkraft

BrandNews: Was denken Sie über den Einzug der AFD in den Bundestag?

L2: Es wurde demokratisch abgestimmt, man muss es akzeptieren.

BrandNews: Wie finden Sie es, dass Angela Merkel zum vierten Mal Bundeskanzlerin werden wird?

L2: Nicht gut!

BrandNews: Was würden Sie darüber denken, wenn die AFD die stärkste Partei wäre, und was würde sich ändern?

L2: Es wäre nicht gut, es wäre zu extrem für die Gesellschaft. Außerdem würde es nicht organisiert ablaufen.

 

3.Lehrkraft

BrandNews: Was denken Sie über den Einzug der AFD in den Bundestag?

L3: Es ist schrecklich und beängstigend, dass es Menschen gibt, die sowas gewählt haben.

BrandNews: Wie finden Sie es, dass Angela Merkel zum vierten Mal Bundeskanzlerin werden wird?

L3: Ich hätte es mir anders gewünscht. Meiner Meinung nach geht es um ein Machtspielchen.

BrandNews: Was würden Sie darüber denken, wenn die AFD die stärkste Partei wäre, und was würde sich ändern?

L3: Es darf nicht dazu kommen, da es sehr katastrophal wäre!

 

Schüler

BrandNews: Was denkst du über den Einzug der AFD in den Bundestag?

Schüler: Es ist irrelevant, da andere Parteien nichts machen können.

BrandNews: Wie findest du es, dass Angela Merkel zum vierten Mal Bundeskanzlerin werden wird?

Schüler: Ich bin für garkeinen. Meiner Meinung nach ist Martin Schulz ein Depp.

BrandNews: Was würdest du darüber denken, wenn die AFD die stärkste Partei wäre, und was würde sich ändern?

Schüler: Es ist eine Schande aufgrund der Vergangenheit.

 

Christos, Yunus, Eleni und Tugce (Stufe 12)

26.09.2017


Bundestagswahl 2017

Am Sonntag dem 24.09.2017 fanden die Bundestagswahlen statt. Wie auch schon bei den diesjährigen Landtagswahlen durften wir in der Schule auch wählen. Für euch haben wir hier die Ergebnisse der Juniorwahl - exklusiv von unserer Schule - sowie die Ergebnisse der Bundestagswahl und der bundesweiten Juniorwahl zusammengestellt. 

 

Juniorwahl Bundestag an der Gesamtschule Aachen-Brand

 

Bundestagswahl 2017 (im Vergleich zu 2013)

 

Juniorwahl Bundestag 2017 (im Vergleich zu 2013)

Stefan & Florian (Stufe 12)

26.09.2017

 


SuS gegen Politiker

Am Donnerstag dem 14.09.2017 fand in der Schule eine Diskusionsrunde mit sechs Bundestagswahlkandidaten unseres Wahlkreises statt. Dabei standen die Politiker den Schülern Rede und Antwort zu den verschiedensten Fragen rund um allerlei politische Themen wie z.B Umweltschutz, Wirtschaft und Flüchtlingspolitik. 

 

Und BrandNews war vor Ort, um über die spannende Debatte zu berichten.

 

Kurze Vorstellung der teilnehmenden Politiker

 

Die Linke (Andrej Hunko)

Aus Aachen

·     Seit 2009 im Bundestag

·     Seit 2005 bei der Linken

·     Ist International viel unterwegs

·     Partei ist für soziale Gerechtigkeit (soziale Klufft wächst stetig)

·     Mehr Investitionen in Schulsysteme

·     Rüstungsexporte stoppen

·     Förderung des Militärs verhindern

 

Die Grünen (Katrin Feldmann)

Erstes mal Kandidatin

·     Seit 2005 in der Partei

·     War schon als Schülerin aktiv

·     Wegen Atomkatastrophe in Tschernobyl zur Politik gekommen

·     Gegen Rechtsextemismus

·     Für gute Bildung

·     Klimawandel stoppen

·     Liberale, offene Politik

 

FDP (Dr. Cliff Gatzweiler)

Aus Aachen  

·     Rechtsanwalt

·     Erstes mal dabei

·     Kommunalpolitiker

 

AfD (Markus Mohr)

Aus Aachen

·     Bankkaufmann

·     Seit 2013 bei der AfD

·     Seit 2014 im Aachener Stadtrat

 

CDU (Rudolf Henke)

Aus Aachen

·     Arzt

·     Medizinalrat im Bundesgrenzschutz

·     Seit 1995 im Landtag

·     Seit 2009 im Bundestag

·     Mitglied und stellvertretender Vorsitzender im Gesundheitsauschuss

 

SPD (Ulla Schmidt)

Aus Aachen

·     Ehemalige Lehrerin

·     Hat Schule in Weisweiler aufgebaut

·     1981 zur SPD

·     Bundespolitische Sprecherin

·     Als Quotenfrau in den Bundestag

·     Ehemalige Gesundheitsministerin

 

Fazit zur Veranstaltung

Wir haben die Politiker Rudolf Henke und Ulla Schmidt zu der Veranstalltung befragt und um ein Feedback gebeten. Dabei gaben sie größtenteils positive Rückmeldung, wobei sie vor allem auf die gute Vorbereitung und Regie der teilnehmenden Schüler ansprangen.

Desweiteren wurde das große politische Interesse der Schüler gelobt und auch die Fragen fanden große Zustimmung, da sie gut gewählt und überlegt waren.

 

Unser Kommentar

Aus unserer Sicht war es ebenfalls eine gelungene und unterhaltsame Veranstaltung, die einige interessante Fakten und Meinungen ans Tageslicht gebracht hat.

Unser persönliches Highlight war unsere Diskussion mit der AfD, da diese für sehr viel Gesprächsstoff und Diskussionsbedarf gesorgt hat. Diese Diskussion zwischen dem Kandidaten Markus Mohr und den Schülern lief sehr hitzig ab, wobei Herr Mohr auch scharf kritisiert wurde.
Außerdem war er als einziger Politiker nicht dazu bereit, das Gespräch aufzeichnen zu lassen, vielleicht, da man ihm seine Kommentare möglicherweise zur Last legen könnte.
 

Stefan & Florian (Stufe 12)

24.09.2017

Bilder: Leon (Stufe 12)