Ernährung

Eine gesunde Ernährung ist das A und O, obwohl  weder ein A noch ein O in den Wörtern zu finden sind.



Veganismus

Jeden Tag werden Unmengen an Tierprodukten verbraucht. Wir haben Wurst und Käse auf dem Pausenbrot und auch, wenn wir Zuhause kochen, benutzen wir oft Fleisch, Milch oder Eier. Allerdings gibt es auch viele Menschen, die auf gewisse tierische Produkte verzichten.

 

Den meisten ist Vegetarismus geläufig. Vegetarier*innen verzichten auf Produkte vom toten Tier, wie Fleisch oder Gelatine. Diese Menschen konsumieren kein Fleisch o.Ä., aus ethischen Gründen, d.h. aus Sorge um das Tierwohl. Darüber hinaus machen sich viele Leute auch Sorgen um unsere Umwelt; aus diesen, den ökologisch bedingten Gründen, werden viele Menschen vegan.

 

Veganer*innen werden oft als Moralapostel und Besserwisser betitelt. Schnell werden „Nichtveganer*innen“ genervt, wenn sie mit sich vegan ernährenden Mitmenschen unterwegs sind. Der Klischeeveganer redet dauerhaft über Veganismus und kritisiert alle anderen Menschen, aber isst selber nur Avocado, Chiasamen und Soja. Dass ein veganes Leben viel mehr als hole Prahlerei ist, wissen und verstehen viele Leute nicht.

 

Veganismus bedeutet primär, dass jegliche Tierprodukte aus dem Alltag verschwinden, nicht nur beim Essen, sondern z.B. auch bei Hygieneartikeln oder Kleidung.

 

Eine durchschnittliche deutsche Person verzehrt im Leben ca. 1094 Landtiere. Dem hingegen retten die 1 Mil. Veganer*innen täglich 221 Rinder, 2.540 Schweine, 52.186 Hühner, 65.025 kg Fisch, 221 Schafe, 663 Gänse und 2540 Truthähne, nur durch den Verzicht auf Tierprodukte. Dies hat viele positive Auswirkungen auf die Umwelt. Zudem ist es erstaunlich, wie viel Soja für die Fleischproduktion verwendet wird, insgesamt sind es ganze 80 Prozent. Für nur 1 kg Fleisch werden ca. 12 kg Sojaschrot gebraucht. Das heißt also, dass nur für 1 kg Fleisch, das sind ungefähr 10 Burger, bereits eine 56 m2 große Fläche Soja für die Tierzucht verbraucht wird. Durch den Verzicht auf Fleisch, oder wenigstens auf den wöchentlichen McDonald‘s Burger, kann jeder Mensch einen großen Teil zum Umweltschutz beitragen.

 

Es ist also wesentlich umweltschonender, sich rein pflanzlich zu ernähren, was ganz einfach zu erklären ist. Bei dem Anbau von jeglichen Produkten, egal ob Pflanze oder Tier, werden Ressourcen verbraucht. Der entscheidende Unterschied liegt allerdings darin, dass die Pflanzen nach der Ernte quasi sofort verzehrbar sind. Tiere hingegen müssen erst noch mit den Pflanzen und weiteren Ressourcen versorgt werden, bis sie geschlachtet werden und dem Mensch als Lebensmittel zur Verfügung gestellt werden können. Das bedeutet, im Fleisch stecken sowohl die pfanzlichen Ressourcen als auch noch weitere, die jedes Tier als Lebewesen verbraucht.

 

Darüber hinaus verursacht die Produktion von nur einem Kilogramm Fleisch 36 kg Kohlendioxid. Dies entspricht in etwa 250 km Autofahrt, das ist ungefähr die Strecke von Aachen bis nach Frankfurt. Der Fleischliebhaber kommt somit auf einen Verbrauch von 1,82 t CO2 pro Jahr! Ein Veganer kommt hingegen auf weit weniger als eine Tonne.

 

Doch es ist nicht alleine die Fleischproduktion, die CO2 verbraucht. Auch andere tierische Produkte tragen zur Verschmutzung der Umwelt durch Kohlendioxid bei. Im Falle von Kuhmilch werden rund 80 kg CO2 verbraucht, bei Hühnereiern sind es rund 35 kg.

 

Zudem verbraucht die Produktion dieser tierischen Produkte auch eine große Menge an Wasser, welches wir als Menschen sehr viel sinnvoller nutzen könnten. Alleine schon ein Kilogramm Rindfleisch kostet uns 15.000 Liter Wasser. Dies löst auf Dauer einen Wassermangel in der kompletten Weltbevölkerung aus!

 

Nicht zu übersehen sind außerdem auch die gesundheitlichen Aspekte, die der Veganismus mit sich bringt. Das Blutbild eines sich vegan ernährenden Menschen zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit von Krebszellen achtmal geringer ist als bei einem fleischessenden Menschen.

 

Der Text konnte euch hoffentlich darlegen, warum Veganismus gut für den Menschen sowie genauso wie für die Umwelt und somit den natürlichen Lebensraum von uns allen ist. Falls ihr jetzt aber denkt, dass es quasi unmöglich ist, sich vegan zu ernähren und ihr euch unter keinen Umständen eine rein pflanzliche Ernährung vorstellen könnt, möchten wir nun diese Zweifel von euch nehmen. Mittlerweile gibt es sehr viele vegane Ersatzprodukte und natürlich auch alle Obst und Gemüsesorten gehören zur veganen Ernährung. Es gibt super leckere, gesunde, einfache und auch billige Rezeptideen. Für eine kleine Hilfe haben wir ein kurzes, einwöchiges Ernährungsexperiment vorbereitet, das wir auch selber ausprobiert haben. Wie geben euch im Folgenden Inspirationen, wie ihr euch ein Woche vegan ernähren könnt. Das ist also eine tolle Möglichkeit, für sich selbst herauszufinden, wie es ist, sich vegan zu ernähren.

 

Ich habe dieses Experiment gemacht und eine Woche vegan gelebt. Zum Frühstück habe ich beispielsweise Haferflocken mit pflanzlicher Milch und Früchten gegessen. Ich war positiv überrascht, wie viel man eigentlich als Veganer*in essen kann. Ich konnte z.B. leckere Burger mit Pommes oder auch Pizza essen. Dort hat mir jedoch eindeutig der Käse gefehlt.

 

 

 

Im Allgemeinen sehe ich diese vegane Woche als eine sehr positive Woche und eine tolle neue Erfahrung. Ich habe gemerkt, dass ich mich allgemein viel gesünder ernährt habe und mich dementsprechend auch fitter in vielen Dingen gefühlt habe. Wenn ich ehrlich bin, habe  mir Käse und Milch gefehlt, Fleisch allerdings nicht jeden Tag. Als ich beispielsweise Tacos gegessen habe, hat mir das Hähnchenfleisch gefehlt, da der Tofu mir zu trocken war.

 

 

 

Als Fazit möchte ich sagen, dass ich mich in Zukunft gesünder und umweltbewusster ernähren möchte. Wir werden öfter mal vegan kochen und im Allgemeinen werde ich weniger Fleisch essen. Diese Woche hat mir mit positiven Erfahrungen gezeigt, dass es möglich ist, auf tierische Produkte zu verzichten.

 

 

 

1 Woche nach meiner Veganen Woche:

 

Ehrlich gesagt habe ich mich fast so wie vor der veganen Woche ernährt. Ich habe weniger Fleisch gegessen, aber dennoch Fisch sowie andere tierische Produkte. Demnächst möchten wir noch veganen Kuchen ausprobieren.

 

 

 

Als Fazit kann ich sagen, dass ich eine Woche nach meiner veganen Woche viele Sachen wieder kombinieren kann und mich ehrlich gesagt gefreut habe, wieder tierische Produkte essen zu können. Im Allgemeinen ist es eine Erfahrung Wert, allerdings würde ich nicht auf einen längeren Zeitraum (2-3 Jahre) vegan leben können. Ich bin der Meinung, dass es schon relativ aufwendig ist, vegan zu sein, denn du musst immer darüber nachdenken, ob etwas tierisches in dem Essen ist.